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BGH stärkt Position von Spielern
- EuGH-Entscheidung bis Jahresende
Update vom 02.10.2026
Positive Signale aus Karlsruhe: BGH verhandelt Rückforderungen in zwei Grundsatzverfahren
Am 17. September 2026 hat der Bundesgerichtshof (BGH) in zwei für die Rückforderung von Verlusten aus Online-Glücksspielen wichtigen Verfahren mündlich verhandelt. Wir waren vor Ort dabei und können Erfreuliches berichten.
Im Verfahren I ZR 216/25 gegen Tipico Games geht es um die grundsätzliche Frage, ob Spieler Verluste aus Online-Casinospielen zurückfordern können, wenn der Anbieter zum Zeitpunkt des Spiels nicht über die erforderliche deutsche Erlaubnis verfügte.
Im zweiten Verfahren
I ZR 78/25
("Pokerstars") geht es insbesondere um die Frage, ob ein Rückforderungsanspruch davon abhängt, dass sich der Spieler während der jeweiligen Spielteilnahme tatsächlich in Deutschland aufgehalten hat.
Beide Verfahren mit positiver Tendenz
Die Verhandlungen am 17. September 2026 verliefen aus Sicht der Spieler positiv. Die Hinweise des BGH lassen darauf schließen, dass der Senat die rechtliche Position der Spieler grundsätzlich stützt.
Die endgültigen Entscheidungen stehen allerdings noch aus.
Für beide Verfahren wurde der 28. Januar 2027 als Verkündungstermin bestimmt.
BGH wartet auf Entscheidung des EuGH zu Sportwetten
Für die weitere Entwicklung bei Online-Sportwetten ist zudem das Verfahren C-530/24 (Tipico) vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) von besonderer Bedeutung.
Der EuGH wird darin zentrale europarechtliche Fragen zum Angebot von Sportwetten ohne die nach deutschem Recht erforderliche Konzession und zu den daraus folgenden Rückforderungsansprüchen klären.
Der BGH hat angekündigt, die weitere Entwicklung abzuwarten. Insbesondere soll zunächst die Entscheidung des EuGH in C-530/24 ergehen. Mit dem Urteil wird noch bis Ende 2026 gerechnet.
Was bedeutet das konkret?
Die kommenden Entscheidungen können für Spieler mit Verlusten aus nicht bzw. nicht ausreichend lizenziertem Online-Glücksspiel von erheblicher Bedeutung sein:
→ Der EuGH hat mit seinem Urteil vom 16. April 2026 die grundsätzliche Möglichkeit nationaler Beschränkungen des Online-Glücksspiels bestätigt.
→ Der BGH hat am 17. September 2026 in zwei Grundsatzverfahren positive Signale für Spieler erkennen lassen.
→ Die Entscheidungen in den Verfahren I ZR 216/25 und I ZR 78/25 sollen am 28. Januar 2027 verkündet werden.
→ Bei Sportwetten wird zunächst die Entscheidung des EuGH in C-530/24 erwartet.
Damit stehen in den kommenden Monaten mehrere wichtige höchstrichterliche Entscheidungen an, die für die weitere Durchsetzung von Rückforderungsansprüchen von großer Bedeutung sein können.
Wir halten Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.
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